Das Depot

Die präventive Konservierung zeichnet sich durch eine globale, systematische und rationale Politik aus. Es ist folglich völlig nutzlos, die Sammlungen von Schädlingen zu befreien, wenn sie anschliessend in einem schmutzigen, von Insekten befallenen Ort gelagert werden, oder unvorsichtig gehandhabt werden.
Das grundlegende Prinzip ist die Schulung und Sensibilisierung des Museumspersonals... und der Besucher, deren allererste präventive Handlung darin besteht, die Gegenstände nicht zu berühren!

Jeder Gegenstand, jede Sammlung erfordert eine entsprechende präventive Konservierung, da jedes Material spezifische Charakteristika besitzt, aufgrund derer es unterschiedlich auf schädigende Faktoren reagiert. Anliegen der präventiven Konservierung ist es, die bisweilen antagonistischen Erfordernisse in einem globalen Projekt miteinander in Einklang zu bringen. Es gibt keine allgemeingültigen Massnahmen, die präventive Konservierungspolitik wird ganz auf das jeweilige Museum zugeschnitten (schon allein aufgrund der unterschiedlichen Lagerräume).
Da die präventive Konservierung für die gesamte Sammlung und ihre Umgebung gilt, ist der Lagerraum - das Depot - von strategischer Bedeutung. Es fungiert als erste Schutzmassnahme: es muss sicher, sauber, klimatisiert und ordentlich sein. Das Depot dient auch als Arbeitsraum, in dem die meisten präventiven Konservierungsmassnahmen direkt an den Objekten ausgeführt werden.