Präventives Konservierungsprogramm des Musée départemental des Antiquités (Museum für Vor-und Frühgeschichte) von Rouen

Das Musée départemental des Antiquités von Rouen führte 2003 auch ein präventives Konservierungsprogramm ein. Es ging in erster Linie darum, einige Sammlungen in ein geräumigeres Lager ausserhalb des Museums zu verlegen, um die Lagerräume vor Ort zu entlasten.

Das auf präventive Konservierung spezialisierte Büro, das im Rahmen einer Ausschreibung ausgewählt wurde, legte im Dezember 2003 eine vollständige Untersuchung vor:
. Bestandsaufnahme des Erhaltungszustands der Sammlungen,
. Aufgliederung der verschiedenen Phasen, die notwendig sind, um die Sammlungen (30.000 Stücke) nach der Renovierung angemessen auf die internen und externen Lagerräume umzuverteilen.

Im Laufe dieses Vorhabens, das sich über drei Jahre erstrecken wird, werden systematisch alle Sammlungen überprüft, von Staub befreit und so verpackt, dass sie ohne Risiko während der Renovierung der Lagerräume woanders untergebracht werden können. Die Stücke, für die ein Eingriff erforderlich ist, werden von spezialisierten Restauratoren im Rahmen eines mehrjährigen Restaurationsprogramms behandelt werden.
Nach den Umbauarbeiten der Lagerräume werden die Sammlungen in geeigneten Vorrichtungen und unter angemessenen Bedingungen (Luftfeuchigkeit, Lichtempfindlichkeit, usw...) aufbewahrt werden.

Das Vorhaben begann im Juni mit einer viertägigen Schulung des Museumspersonals (15 Personen) zum Thema präventive Konservierung. Das gesamte Personal zeigte grosses Interesse für das gemeinschaftliche Projekt.
Seit Sommeranfang behandeln und verpacken Teams von jeweils vier Personen (ein Konservator, ein für die Digitalisierung der Sammlungen verantwortlicher Angestellte und zwei Beamte aus dem Sektor Kulturerbe)im Wechsel die einzelnen Gegenstände. Die Arbeit steht unter der Aufsicht des Büro für präventive Konservierung; für jeden Sammlungstypus wurde ein genaues Protokoll festgelegt.