Ein symbolischer Wandteppich

Der Wandteppich der geflügelten Hirsche ist ein herausragendes Beispiel der Wandteppichkunst, die ihre Blütezeit im Spätmittelalter erlebte (zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts bis 15. Jahrhundert). Damals zierten diese schweren Behänge Möbel und Wände der vornehmen Häuser ihrer Auftraggeber. Es gab unterschiedliche Darstellungen:
religiöse Handlungen, Schlachtszenen, Liebesszenen usw. Dieser in dem Rouener Antiquitätenmuseum aufbewahrte große Wandteppich aus Wolle und Seide ist 3,47 m hoch und 3,80 m breit. Er repräsentiert auf symbolische Weise die Siege Karls VII. (1422-1461) am Ende des Hundertjährigen Krieges (1450 und 1453), der die Eroberung der von den Engländern besetzten Provinzen Normandie und Guyenne zu Folge hatte.