Eine unglaubliche Geschichte

Über die letzten Stunden Napoleons ist viel Tinte geflossen und die Geister scheiden sich daran, ob der Kaiser eines natürlichen Todes starb oder vergiftet wurde. Die Bedingungen unter denen diese Maske entstanden ist, sind genauso obskur. Der englische Chirurg Burton und der französische Arzt Antommarchi nehmen am 7. Mai 1821 am Totenbett einen Abdruck vom Gesicht Napoleons vor. Der Gips ist von schlechter Qualität und der Abdruck wird in drei Abschnitten vorgenommen. Am darauf folgenden Tag, am 8. Mai, als Burton einen ersten Abguss von dem Gesicht des Kaisers vornehmen will, stellt er fest, dass das Mittelstück verschwunden ist. Die Frau des General Bertrands hatte es gestohlen, um es Antommarchi zu überreichen. Burton verlässt die Insel mit den beiden verbliebenen Abschnitten. Antommarchi rekonstruiert die fehlenden Teile anhand gezeichneter Porträts des Kaisers und nimmt einen Gipsabguss vor.
Burton stirbt 1828 und Antommarchi leitet 1833 eine Subskription in die Wege, um die Maske an die Öffentlichkeit zu bringen. Die Exemplare werden aus zwei verschiedenen Materialien angeboten: Bronze und Gips.
Die Bronzegüsse wurden 1836 von den Gießern L. Richard und Quesnel ausgeführt. Das im Museum verwahrte Exemplar trägt ihr Markenzeichen.