Wie konnte ein so großes Genie einen so kleinen Kopf haben? ?

Napoleon war dieser Pseudowissenschaft immer feindlich gesinnt. Dreizehn Jahre nach seinem Tod wird sein Kopf ein Studienobjekt der Société phrénologique de Paris. Folgende Fragen drängen sich auf:
. Kann in Anbetracht der unglaublichen Umstände, unter denen der von Antommarchi verbreitete Abguss durchgeführt wurde, davon ausgegangen werden, dass es sich noch um eine getreue Darstellung des Gesichtes des Kaisers handelt?
. Kann der Schädelbau Napoleons ernsthaft analysiert werden, wo er doch unvollständig ist (bei dem Abguss handelt es sich lediglich um eine Maske, die auf einem Kissen liegt)?
. Ist die Durchführung einer phrenologischen Analyse sinnvoll, da doch die auffälligen Eigenschaften der Persönlichkeit Napoleons (Standfestigkeit, Selbstbehauptung, Kampfgeist) vor allem in der Region des fehlenden, hinteren Teils des Schädels lokalisiert sein sollen?
Die 1834 von den Journalisten der „Gazette médicale“ vorgebrachten Argumente nähren die Polemik hinsichtlich der phrenologischen Gesellschaft.
Da der transversale Durchmesser von Antommarchis Maske auf einen kleinen Schädel hinweist, kann die Gall’sche Doktrin wohl am besten entlarvt werden, wenn die Phrenologen mit ihren eigenen Argumenten geschlagen werden: Wie konnte ein so großes Genie nur so einen kleinen Kopf haben?