Das „Rouener Kreuz“ oder das „Kreuz mit Steinen“

Das so genannte „Rouener Kreuz“, das letzte der normannischen Kreuze, kommt vor der Jahrhundertwende nach den revolutionären Umwälzungen auf, als die Gold- und Silberschmiedproduktion 1797 erneut kontrolliert wird.

Aufgrund seiner kleinen Strasssteine wird das „Rouener Kreuz“ auch „Kreuz mit Steinen“ genannt; nicht zu verwechseln jedoch mit den „Kreuzen mit Steinen“, die zu Beginn des 18. Jahrhunderts aufkommen.

Es wurde anhand einer speziellen Lochtechnik angefertigt. Ein Edelmetallblatt wird mit einem Design versehen, das anschließend durch eine mit Löchern in dem Goldblatt erzeugte Verzierung hervorgehoben wird. Dieses Verfahren war eine Spezialität der Rouener Gold- und Silberschmiede, die Kreuze und Herze mit kleinen Strasssteinen anfertigten (die 1760 von Strass erfundenen falschen Diamanten).