Jules-Paul Lœbnitz

Im Jahre 1857 übernimmt Jules-Paul Lœbnitz die 1833 von seinem Großvater Jean-Baptiste Pichenot gegründete Fayence-Manufaktur in der Rue de la Pierre Levée in Paris. Die Manufaktur, die vorwiegend Heizungsartikel wie Öfen und Kaminplatten herstellt, ist in erster Linie für die Erfindung eines 1840 entwickelten Herstellungsverfahren von bruchfreien Tonwaren bekannt, anhand dessen große, vor Verformung geschützte Keramikkacheln und Platten hergestellt werden konnten.

Ab 1860 fasst Jules-Paul Lœbnitz den Entschluss, die Produktion zu erweitern. Er wendet sich der Architektur-Keramik im Stil der Della Robbia zu. Sehr schnell beginnt eine Zusammenarbeit mit den größten Architekten seiner Zeit an prestigevollen Bauprojekten wie Blois, wo er mit dem Architekten Félix Duban zusammenarbeitet, und Eu, wo er nach Zeichnungen von Viollet le Duc die Platten für Boden, Kamine und Badezimmer des Schlosses anfertigt.