Ein Kunstwerk aus Schmiedeeisen

Dieses große italienische Vierpersonenbett ist eins der schönsten Stücke des Musée Le Secq des Tournelles. Dieses zunächst ohne Garnitur ausgestattete Bett war nur noch ein leerer Bettrahmen und wurde über einen langen Zeitraum (seit 1939) nicht ausgestellt. Es ist vor kurzem restauriert und mit einer passenden Garnitur versehen worden.

Dieses Himmelbett mit vier Pfosten stammt aus dem Venedig des 16. Jahrhunderts. Das aus Balustern bestehende Kopfende krönt ein mit Waldreben dekoriertes Frontispiz. Die meisterhaft gearbeiteten Baluster sind mit Diamanten und vier Kronen in Form eines Waldrebenbuketts verziert. Das leere Medaillon in der Mitte des Kopfteils enthielt einst sicherlich das Wappen oder das Monogramm des Besitzers. Vielleicht befand sich dort aber auch ein Liebessymbol wie zum Beispiel die zwei Tauben, die auf einem ähnlichen Bett in dem Isabella Stewart Gardner Museum in Boston abgebildet sind.