Aus welcher Familie stammt die Braut?

Zusammen mit der Brautausstattung (Kleider und Leinenwäsche, die die Braut mit in die Ehe brachte) gehörte der Schrank zur Mitgift der jungen Frau. Die häufig ausgehandelte Mitgift spielte bis Ende des 19. Jahrhunderts eine bedeutende Rolle, da sie die soziale Stellung der jungen Frau näher definierte.
Bei der Geburt der Tochter fällt der Familienvater das zur Anfertigung des Schranks nötige Holz. Das zersägte und getrocknete Holz wird zum Zeitpunkt der Verlobung bearbeitet, um den Schrank herzustellen, in dem die Brautausstattung aufbewahrt wird.
Oft erinnern die auf Medaillons geschnitzten Bilder, die die Türen des Schranks zieren, an das Handwerk des Vaters. Die auf dem oberen Medaillon abgebildeten Kanonen und Trommeln deuten auf eine militärische Familie hin. Häufiger begegnen einem jedoch Werkzeuge, die auf landwirtschaftliche oder handwerkliche Berufe verweisen. Die Musikinstrumente im unteren Teil stehen eindeutig für einen Instrumentenbauer.